top of page
  • Wie kann nur ein halber Baum gespendet werden?
    Ein halber Baum kann natürlich nicht gespendet werden. Mit dem Kauf einer Tafel Schokolade von Plant-for-the-Planet, kommen 0,2 € der Renaturierung zugute, bedeutet 5 Tafeln genüsslich verziert und du hast einen Baum gespendet. Die gute Schokolade Sie ist ein Produkt von PftP und ist erhältlich unter anderem bei REWE, EDEKA, Kaufland und vielen weiteren Lebensmittelhändlern. - eine Tafel der normalen Schokolade und eine Tafel der Bioschokolade = ein halber Baum https://www.thegoodshop.org/products/plant-for-the-planet/schokolade/
  • Wo wird der HWB Wald gepflanzt?
    Auf der mexikanischen Yukatan-Halbinsel um den Ort Constitución in Bundesstaat Campeche
  • Wieviel kostet 1 Baum im HWB Wald?
    Für jeden Euro aus einer Baumspende wird ein Setzling in der Baumschule hochgezogen, ausgepflanzt und dieser wird auch noch mehrere Jahre gepflegt. Die aktuellen Wirtschaftsprüfungen und damit die Verifizierung der 1€/je Baum Aussage, nehmen folgende Prüfer vor: PKF Deutschland GmbH HSL GmbH, München BTR Beratung Treuhand Revision GmbH, München
  • Wo sind die aktuellen Transparenzberichte einzusehen?
    https://drive.google.com/file/d/15ulLqECLiKTxgwC-VImYvCk24o7sdWZW/view
  • Was ist Plant-for-the-Planet?
    Plant-for-the-Planet ist eine kostenlose, transparente Plattform für natürliche Renaturierung, also zum Bäume pflanzen: Also in erster Linie eine Internetplattform, die Kinder und Jugendliche erschaffen haben und mit der sie möglichst viele Menschen weltweit ermutigen wollen, Bäume zu pflanzen. Bäume sind sicher nicht die alleinige Lösung aller Klimaprobleme, aber sie schenken uns Menschen Zeit im Kampf gegen die Klimakrise, die ja unser aller Zukunft bedroht. Der Ansatz von Plant-for-the-Planet ist, dass buchstäblich jede*r mit unseren Tools dazu beitragen kann, die Zukunft von uns Menschen auf diesem Planeten zu retten. Unser Ziel: eine Billion Bäume möglichst bis 2030. Bäume pflanzen ist einfach, natürlich, effizient und – das ist das Entscheidende – weltweit skalierbar. Bäume sind nicht nur schön, sie schenken uns auch unsere Luft zum Atmen, filtern den Staub der Städte, kühlen ihre Umgebung messbar, speichern das Wasser, halten den Boden fest und holen vor allem das CO₂ aus der Luft. Die Wissenschaft belegt, dass das Pflanzen von Bäumen ein sehr effektiver Weg ist, um CO₂ zu binden. Aus den Kindern der ersten Stunde von Plant-for-the-Planet sind heute junge Erwachsene geworden, die mit digitalen Mitteln den Kampf gegen die Klimakrise aufgenommen haben. Die jüngsten Eigenentwicklungen von Plant-for-the-Planet sind IT-Tools: die Plattform Plant-for-the-Planet.org und die TreeMapper.App. Mit diesen Anwendungen können Menschen weltweit vom Sofa aus Bäume pflanzen und diesen Bäumen vom selben Sofa aus gleichsam beim Wachsen zuschauen, obwohl sie tausende Kilometer entfernt sind. Die neue TreeMapper.App setzt Standards im Monitoring und soll die Transparenz in der Renaturierung von Wäldern erhöhen. Somit wissen die Spender*innen genau Bescheid, wann und wo ihre Bäume in die Erde gekommen sind. Beide Apps sind für IOS und Android erhältlich und open source. Jede Person weltweit kann also mit diesen Anwendungen transparent und nachverfolgbar sofort starten, Bäume zu spenden oder sogar einen neuen Wald anlegen. So setzt der Software-Konzern Salesforce die Plattform ein https://trees.salesforce.com/ oder Zuschauer des Fernsehsenders SAT.1 https://www.sat1.de/tv/die-sat-1-waldrekord-woche/baumspende spendeten in einer guten Woche über 1,5 Millionen Bäume. Die Basis von Plant-for-the-Planet sind die Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit. Kinder- und Jugendlichen sensibilisieren sich hier in Ein-Tages-Workshops, sogenannten Akademien, gegenseitig weltweit für die Herausforderungen der Klimakrise. Plant-for-the-Planet organisierte und finanzierte seit 2008 1.600 solcher Akademien, in 75 Ländern mit 92.000 Teilnehmern. Die Botschafter*innen setzen sich intrinsisch motiviert für Klimagerechtigkeit ein. Sie engagieren sich für globale Lösungen in der Klimakrise und lernen die Vorteile globaler Lösungen am Beispiel der weltweiten Wiederbewaldung in Vorträgen zu vermitteln. Sie laden die Erwachsenen dazu ein, sich gemeinsam und Generationen-verbindend für ihre Zukunft zu engagieren. Besonders engagierte Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit werden individuell durch weitere Workshops in Kleingruppen gefördert, durchgeführt von renommierten Coaches. Einmal jährlich treffen sich zudem die internationalen Botschafter*innen zu einem globalen Youth Summit. Dort können sich Botschafter*innen aus aller Welt kennenlernen, vernetzen und gemeinsame Projekte planen. So starteten die Jugendlichen auf dem ersten Youth Summit im Mai 2015 www.climatestrike.net. Die jungen Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit beziehen zu einem der drängendsten Probleme unserer Zeit klar Stellung und vernetzen sich dabei weltweit. Die jungen Leute von Plant-for-the-Planet haben etwas ganz Erstaunliches geschafft: Sie bringen die Hoffnung zurück in die scheinbar ausweglose Klimakrise: Sie verharren nicht im Alarmismus der aufziehenden Katastrophe, sondern zeigen im eigenen Interesse sehr gangbare und smarte Wege, wie wir Menschen Bäume und Smartphones im Kampf gegen die Klimakrise einsetzen können. Die Kinder und Jugendlichen reden nicht, sie handeln: Alleine in den ersten 200 Tagen des Jahres 2021 haben sie es geschafft, dass über ihre Plattform 14,2 Millionen Bäume gespendet und alle Spendengelder zu 100% an 143 Pflanzprojekte weltweit weitergeleitet wurden. Sie haben keine Plattform geschaffen, um Geld zu verdienen, sondern um Zukunft zu gewinnen. Ihr Vision: Menschen auf der ganzen Welt zu motivieren, mit der innovativen transparenten Baum-Spende-Plattform die weltweite Renaturierung von verloren gegangenen Wäldern voranzutreiben
  • Für einen Euro wird ein Baum gepflanzt. Was wird mit dem Euro bezahlt?
    Auf der Plattform plant-for-the-planet.org variieren die Preis der anbietenden Renaturierungs- und Wiederbewaldungsprojekte pro Baum von € 0,10 bis € 20 je Baum und die Spende fließt 1:1 an das von den Spender*innen ausgewählte Pflanzprojekt. Wählt der Spender ein Renaturierungsprojekt von Plant-for-the-Planet in Mexiko aus, liegt der Preis bei einem Euro pro Baum. Diese sogenannte „zweckgebundene Spende“ fließt von der Plant-for-the-Planet Foundation Deutschland zu 100 Prozent an den gemeinnützigen Verein Plant-for-the-Planet A.C. nach Mexiko. Mit diesem Euro deckt der Verein alle Kosten: Also das Sammeln der Samen, die Aussaat und Versorgung der Bäume in der Baumschule, der Transport der Setzlinge zu den Pflanzflächen, das Auspflanzen und vor allem die Pflege der jungen Bäume, hier insbesondere das Entfernen des Grases, das mit den jungen Bäumen um Licht, Wasser und Nährstoffe konkurriert. Auch die Ökologen, die die Qualität der Arbeit sicherstellen, werden von dem Euro bezahlt, der Einsatz der TreeMapper.App, d.h. das Monitoring und Reporting. Auch können je nach Projekt kleine Rücklagen gebildet werden. Mit so einer Rücklage können beispielsweise die Folgen der Flutkatastrophe 2020 bis Ende 2022 behoben werden. (vgl. hierzu unseren Transparenzbericht: https://bit.ly/3zmEbQF
  • Welche rechtliche Beziehung hat der Plant-for-the-Planet A.C. Verein in Mexiko mit der Plant-for-the-Planet Stiftung in Deutschland?
    Beides sind zwei gemeinnützige bürgerschaftliche Organisationen. Die Stiftung wurde am 11. November 2011 errichtet, der Verein am 18. April 2013. Weil die deutsche Stiftung auch Gelder zum Landerwerb an den mexikanischen Verein überwies, sind in den Grundbüchern der Immobilien nach Zivilrecht Dienstbarkeiten zugunsten der deutschen Stiftung eingetragen. Diese Dienstbarkeiten besagen, dass der mexikanische Verein ohne Zustimmung der deutschen Stiftung keinen Baum fällen und keinen Quadratmeter Land verkaufen darf. Vor dem Hintergrund der dynamischen Entwicklung und des fortschreitenden Wachstums der Plant-for-the-Planet-Bewegung besteht Optimierungsbedarf bei beiden Satzungen insbesondere im Hinblick auf einzelne Regelungen der Stiftungssatzung und der Vereinssatzung sowie der Besetzung der Gremien. Die beiden Anwaltskanzleien Gibson, Dunn & Crutcher und White & Case haben Vorschläge erarbeitet, die bis Ende des Jahre 2021 mit den nationalen Behörden umgesetzt werden
  • Werden Spendengelder auch in den Erwerb von Flächen investiert?
    Der Erwerb von Flächen aus regulären Baumspenden ist ausgeschlossen. Wer möchte, dass von seinen Spenden Land erworben wird, muss Plant-for-the-Planet eine so genannte zweckgebundene Zuwendung für Flächen zukommen lassen. Erfreulicherweise konnten wir aufgrund einer solchen Spende 2019 beispielsweise unsere 91 Hektar große Forschungsfläche in Constitución erwerben. Hier betreiben unsere Ökolog*innen Pionierforschung unter wissenschaftlicher Begleitung des Imperial College, London und der ETH Zürich. Auch 2021 konnten wir durch solche großzügige Spenden mehr als 1.000 Hektar weiterer Flächen erwerben.
  • Bäume speichern CO2 – kann ich mich damit klimaneutral machen? Bekomme ich für die gepflanzten Bäume Klimazertifikate?
    Wir müssen als Menschheit unsere CO2-Emissionen auf null reduzieren, so viel als möglich CO2-Zertifikate stilllegen und gleichzeitig CO2 aus der Atmosphäre über ökologische Renaturierung binden. Wir sollten freiwilliges Kompensieren nicht als Freikauf, Ablasshandel oder Greenwashing betrachten, denn stillgelegte CO2-Zertifikate fördern weltweit neue und saubere Technologien. Plant-for-the-Planet legte bislang CO2-Zertifikate nach Gold Standard still, die den Ausbau erneuerbarer Energien, nämlich Wind- und Sonnenenergie, fördern. Plant-for-the-Planet erzeugt keine CO2-Zertifikate für Bäume oder Wälder, sondern wir betrachten die weltweite ökologische Renaturierung als zusätzlichen Zeitjoker mit vielen Zusatznutzen für unsere Mitmenschen in den Ländern des Globalen Südens
  • Eine Eurer Flächen liegt im Biosphärenreservat. Dürft Ihr dort überhaupt pflanzen?
    Es liegen sogar zwei unserer Flächen, Las Américas 3 und 4, in zwei unterschiedlichen Biosphärenreservaten. Eines davon steht unter der Aufsicht der mexikanischen Bundesregierung und eines unter der Aufsicht der Landesregierung von Campeche. Bedauerlicherweise sind Biosphärenreservate kein Garant für den Fortbestand eines geschützten Waldes. Oft ist es leider so, dass illegale Rodungen vergleichsweise ungestört in einem Biosphärenreservat stattfinden können. Entsprechend sind auch hier manche Waldgebiete degradiert. Auch ein großer Teil des Ortes Constitución selbst liegt im Biosphärenreservat Balam-Ku und es werden hier ständig neue Baugenehmigungen erteilt. Unsere Ökolog*innen analysieren derzeit die Flächen Las Américas 3 und 4 und sobald wir einen Renaturierungsplan entwickelt haben, werden wir mit den Behörden Kontakt aufnehmen. Näheres finden Sie im Transparenzbericht Seite 26 https://bit.ly/3zmEbQF
  • Ich möchte „meine Bäume“ auf Satellitenbilder sehen. Kann Plant-for-the-Planet das darstellen?
    Für jedes unserer Renaturierungsprojekte, das auf unserer Plattform um Spenden wirbt, haben wir Satellitenbilder hinterlegt, die Jahre zurückliegen und aktuelle, so dass der Besucher auf einer Zeitreise die Veränderung erkennen kann https://www1.plant-for-the-planet.org/yucatan Satellitenbilder haben aber nur eine begrenzte Aussagekraft über die Vegetation eines Gebietes. Oft sind die Aufnahmen veraltet, außerdem lässt sich aus dem Weltall oft kein “Busch von einem Baum” unterscheiden, es sei denn es wären hochauflösende Satellitenbilder. Um die Transparenz für den Spender zu erhöhen haben die jungen Menschen von Plant-for-the-Planet die TreeMapper.App entwickelt. Sie sendet automatisiert die Geo-Daten, den Zeitpunkt der Pflanzung und die Baumart an die Spender*innen. Uber diese App kann auch das Wachstum der Bäume dokumentiert werden. Über die Geo-Daten kann die Renaturierung-Organisation auch Drohnen-Aufnahmen anfertigen, die die teuren hochauflösenden Satellitenbilder ersetzen können. In diesem Sinn sind mit der jetzt von Plant-for-the-Planet entwickelten Technik alle Voraussetzungen geschaffen, dass man tatsächlich bald den Bäumen vom Sofa aus beim Wachsen zusehen kann.
  • Wer ist Eigentümer der Flächen, die Plant-for-the-Planet in Campeche auf der Yucatan-Halbinsel renaturiert?
    Der gemeinnützige mexikanische Verein Plant-for-the-Planet A.C. hält das Eigentum an 23.872,61 Hektar, davon 10.688,61 Hektar über mexikanisches Zivilrecht und 13.184,00 Hektar über mexikanisches Landwirtschaftsrecht
  • Welche Rolle spielen die Akademien und die Botschafter*innen?
    Ein wesentliches Merkmal der Erfolgsgeschichte von Plant-for-the-Planet sind die so genannten Akademien mit durchschnittlich 60 Teilnehmenden. Hier sensibilisieren sich die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen neun und zwölf Jahren gegenseitig für globale Lösungen aus der Klimakrise und bilden sich zu Botschafter*innen für Klimagerechtigkeit aus. Eine Akademie ist ein Eintages-Workshop. Neben Fakten zur Klimakrise werden die Kinder und Jugendlichen auch rhetorisch ausgebildet, um auch vor Erwachsenen und Personen des öffentlichen Lebens ohne Scheu und überzeugend sprechen zu können. Während der Pandemie entwickelten wir auch ein online-Format. Die Mission einer*s Botschafter*in für Klimagerechtigkeit ist es, andere Menschen darüber aufzuklären, welches Potenzial das Pflanzen von Bäumen bietet: Dass die Bäume dabei helfen, Zeit zu gewinnen im Kampf gegen die Klimakrise und nicht selbst die Lösung der Klimaprobleme sind. In der gewonnenen Zeit müssen wir die CO₂-Emissionen auf Null reduzieren. Weder die 1,5°C-Grenze, noch die 2,0°C-Grenze ist ohne Bäume zu halten. Aktuell (2021) gibt es fast 92.000 ausgebildete Botschafter*innen für Klimagerechtiogkeit in 75 Ländern. Und es werden immer mehr. Viele ehemalige Botschafter*innen sind heute in allen entscheidenden Gremien des Stiftungsrates, des Vorstandes und der Mitgliederversammlung des Mexikanischen Vereins vertreten. Diese jungen Leute treiben auch maßgeblich die Entwicklung unserer digitalen Plattform und der App voran. Der Kampf gegen die Klimakrise beginnt mit unseren Smartphones. Und das haben diese jungen Menschen längst erkannt.
  • Wie arbeitet Plant-for-the-Planet in Mexiko mit den lokalen Behörden zusammen?
    Am Ende der Pflanzsaison – also jeweils im Dezember – werden die Informationen über alle neu gepflanzten Bäume zusammen mit den https://a.plant-for-the-planet.org/de/yucatan-reports an CONAFOR (Comisión Nacional Forestal) übermittelt. Diese Regierungsbehörde ist zuständig für die Erhaltung und Wiederherstellung der Wälder Mexikos und wirkt an der Entwicklung von Plänen, Programmen und Richtlinien für eine nachhaltige forstwirtschaftliche Entwicklung mit.
  • Wie gewährt Plant-for-the-Planet, dass die Bäume auch gut anwachsen und überleben?
    Plant-for-the-Planet lässt die Setzlinge von bis zu 30 verschiedenen Baumarten in einer etablierten Baumschule ziehen und pflanzt diese dann nach vier bis sechs Monaten aus. Gepflanzt wird in der Regenzeit (ca. Juli bis Dezember), weil die jungen Pflanzen dann besonders gute Überlebenschancen haben. In den ersten Monaten ist es entscheidend, das schnell und bis zu zwei Meter hoch wachsende Gras, das mit den Setzlingen um Sonnenlicht, Wasser und Nährstoffe konkurriert, kurz zu halten. Nicht weniger wichtig ist, dass wir unsere Mitarbeiter*innen gut anleiten und übertariflich bezahlen, anstelle der bei Pflanzungen sonst oft üblichen Tageslöhne, Akkord-Zahlung oder Stückprämien. Denn die Zufriedenheit aller Mitarbeiter*innen, die sich stark mit den Bäumen identifizieren, trägt ebenso dazu bei, dass die Qualität der Pflanzung und Pflege der Bäume im Mittelpunkt stehen. Viele unserer Mitarbeiter*innen betrachten die jungen Bäume fast wie ihre Kinder, die sie hegen und für die sie sich verantwortlich fühlen
  • Wieso pflanzt ihr Bäume auch dort, wo schon Bäume stehen?
    Auf manchen der Flächen, die wir wiederherstellen, wurden meist von Vorbesitzern die wertvollsten und ältesten Bäume gefällt. Dazu muss man wissen, dass 50% der Biomasse eines Waldes sich auf nur 5% der Bäume konzentriert. Deshalb kann es sinnvoll sein, in bestehende Wälder zu pflanzen, beispielsweise, um die Artenvielfalt zu erhöhen. Das nennt man „Enrichment Planting“ und es trägt dazu bei, das ökologische „Immunsystem“ des Waldsystems zu stärken. Um die ökologisch richtigen Entscheidungen treffen zu können, beschäftigt Plant-for-the-Planet ein neunköpfiges Team aus Ökolog*innen (2021). Seine Aufgabe ist es, den Zuwachs der Biomasse und damit der CO₂-Bindung ökologisch sinnvoll zu gestalten und gleichzeitig die Artenvielfalt zu erhöhen
  • Wie viele Menschen sind für Plant-for-the-Planet in Mexiko tätig?
    Rund um das Dorf Constitución im mexikanischen Bundesstaat Campeche ist Plant-for-the-Planet der größte Arbeitgeber. In der Renaturierung arbeiten neben den Ökolog*innen bis zu 140 Mitarbeiter*innen gleichzeitig. Sie alle gewährleisten einen reibungslosen Ablauf von der Verpflegung des Teams, über die Aussaat, Auspflanzung und Pflege der Bäume bis hin zu Instandhaltungsarbeiten an Wegen und Nutzfahrzeugen. Unsere Mitarbeiter*innen genießen verlässliche Arbeitsbedingungen, überdurchschnittliche Löhne und Sozialleistungen. Seit 2020 haben wir unser Team aus Ökolog*innen deutlich ausgebaut: Die Mitarbeitenden stammen aus unterschiedlichen Ländern des Amerikanischen Kontinents, um die Renaturierungsmaßnahmen wissenschaftlich zu begleiten.
  • Gibt es die von mir gespendeten Bäume auch in zehn Jahren noch?
    Ja, aber: Unsere Bäume muss man sich vorstellen, wie eine Art ökologische Anschubfinanzierung für ein intaktes Waldökosystem, das deshalb in der Lage ist, dauerhaft als Kohlendioxidspeicher zur Verfügung zu stehen. Wir können natürlich nicht garantieren, dass jeder gespendete Baum überlebt. Wir haben es bei einem Baum mit einem Lebewesen zu tun und nicht mit einem industriell gefertigten Produkt. Aber wir garantieren, dass wir alles dafür tun, dass, auch wenn der einzelne gespendete Baum nicht überlebt hat, seine überlebenden ‚Kollegen‘ in ihrer Gesamtheit zum Entstehen eines neuen wunderbaren Waldes beitragen werden, die den Lebensraum bilden für eine große Artenvielfalt. Unser Ziel ist Waldökosysteme zu schaffen, die dauerhaft weiter wachsen und CO₂ aus der Luft filtern. Zum Wohle der Menschheit. Ein Indiz, dass wir mit unserem Ansatz Ökosysteme anzulegen auf dem richtigen Weg sind, ist die Rückkehr von immer mehr Wildtieren: Drei Mitarbeiter*innen haben schon Jaguare in den von uns aufgeforsteten Wäldern beobachtet. Und das freut uns natürlich enorm!
  • Wie werden die konkret gepflanzten Bäume erfasst und wer führt darüber Aufsicht?
    Grundsätzlich haben für Plant-for-the-Planet Monitoring- und Reporting-Maßnahmen allerhöchste Priorität. Deshalb erfassen wir seit dem 1. Januar 2016 sowohl die gezogenen Setzlinge, die aus der Baumschule zu den Renaturierungsflächen geliefert werden, als auch die während der Pflanzzeit gepflanzten Bäume in täglichen Protokollen, die durch Unterschrift zweier leitender Mitarbeitenden jeweils doppelt bekundet werden. Alle täglichen Protokolle sind auf unserer Homepage verlinkt und einsehbar: https://a.plant-for-the-planet.org/de/yucatan-reports/ Am Ende jeder Pflanzsaison übermitteln wir die Zahl der neu gepflanzten Bäume seit 2015 an die staatliche Waldkommission CONAFOR, die in den ersten Jahren der Pflanzung auch Feldbesuche machte und auf Anfrage Bescheinigungen über den Umfang der jährlichen Pflanzung ausstellte. Bis ins Jahr 2018 gab es jährlich ca. drei Inspektionen unserer Arbeit durch CONAFOR Forstingenieure, danach wurden die Besuche wegen Einsparungsmaßnahmen seitens CONAFOR stark reduziert bzw. sogar ausgesetzt. Wir haben die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PKF, Mexiko beauftragt die ‚Baumbuchhaltung‘ und alle Jahresabschlüsse des gemeinnützigen Vereins Plant-for-the-Planet A.C., Mexiko zu prüfen. Am 13. August 2021 bestätigte PKF, dass seit 2015 insgesamt 6.207.614 Bäume von unseren Mitarbeitern selbst ausgepflanzt und gepflegt wurden und erteilten den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für alle sechs Jahre 2015-2020. Seit Juli 2021 setzen unsere Mitarbeiter zusätzlich auch Treemapper.App ein https://www1.plant-for-the-planet.org/yucatan Dazu werden über das Smartphone die Geodaten der gepflanzten Bäume und die jeweils gepflanzten Baumarten zusammen mit dem Zeitpunkt der Pflanzung erfasst. Diese App hat das junge Team von Plant-for-the-Planet selbst erdacht und zusammen mit Entwickler*innen in Indien, Deutschland und Amerika entwickelt. Auch diese App ist open source, kostenlos und soll dazu beitragen, die Transparenz in der Renaturierung weltweit zu erhöhen.
  • Wo pflanzt Plant-for-the-Planet genau?
    Plant-for-the-Planet ist eine Internet-Plattform, die Renaturierungsinitiativen weltweit die Chance bietet Spenden zu sammeln und eine Baumpflanzbewegung in Gang zu setzen. Das Ziel sind 1 Billion zusätzlicher Bäume. Aktuell nutzen über 170 Pflanzinitiativen weltweit die Plattform und pflanzen hauptsächlich in den Ländern des globalen Südens, wo die Bäume nicht nur schnelle wachsen und mehr CO₂ binden, sondern viele Zusatznutzen bieten, wie Arbeitsplätze, Wohlstand und Sicherheit. Die von Felix Finkbeiner ins Leben gerufene Stiftung hat auch selbst die Verantwortung übernommen eigene Waldgebiete zu renaturieren und zu schützen. Der gemeinnützige mexikanischem Schwesterverein Plant-for-the-Planet A.C. wurde mit Hilfe der deutsche Stiftung und anderer Unterstützer Eigentümerin von insgesamt 239 km2 Waldflächen, die in unterschiedlicher Intensität geplündert sind: Sie befinden sich im mexikanischen Bundesstaat Campeche auf der Halbinsel Yucatán, nahe des Dorfes Constitución. Plant-for-the-Planet hat versprochen zusätzlich zur Plattform, selbst auch 100 Millionen Bäume zu pflanzen. Das geschieht auf solchen degradierten Flächen, also auf aufgelassenen Rinderfarmen oder als Anreicherungspflanzungen in geplünderten Wäldern, meist durch illegalen Holzeinschlag und durch den anschließenden Schutz dieser renaturierten Flächen.
green02.png
bottom of page