Bauherrenbetreuung, Bauherrenberatung, Projektentwicklung, Altbausanierung, Immobilien, Bäder ausbauen

Aus alt wird stylisch und individuell

Boris Pizzeghello über Architektur und Altbauten


Puristisch, persönlich oder prunkvoll: Zeige mir, wie Du wohnst und ich sage Dir, wer Du bist! Tatsächlich verrät das Zuhause eine ganze Menge über den Charakter eines Menschen. So unterschiedlich die Kunden von Boris Pizzeghello auch sein mögen, eines haben sie gemeinsam: Sie lieben es individuell. Boris ist Architekt. Er hat sich auf die Sanierung von Altbauwohnungen spezialisiert und gestaltet diese ganz nach den Wünschen seiner Klienten um. Auch dann, wenn diese noch gar keine genauen Vorstellungen haben. Denn Boris lernt erst den Menschen kennen und erstellt dann ein Konzept, dass zu 100 Prozent zu seinem Auftraggeber passt. Wir haben mit ihm über seine Arbeit gesprochen, was ihn an Altbauten so fasziniert und wie er die Zukunft des Berliner Immobilienmarktes sieht. Vorhang auf für Boris!


Boris, Du bist Architekt aus Leidenschaft. Was ist das Besondere an Deinem Beruf und worin unterscheidest Du Dich von anderen Architekten?

Ich liebe individuelle Wohnkonzepte und teile meine Ideen gern mit anderen. Es erfüllt mich, eine Altbauwohnung so umzugestalten, dass etwas ganz neues entsteht und dabei ihr Charme bewahrt wird. So war das auch bei meinem Projekt in der Berliner Schliemannstraße. In der Vierzimmerwohnung haben wir zusammen mit meinen Kollegen von Handwerker Berlin überflüssige Wände entfernt, Badezimmer und Küche tauschten die Plätze. Die Wohnungsbesitzer haben durch die Umgestaltung deutlich mehr Freiraum gewonnen. Mit ist es unglaublich wichtig, bei allen Projektabschnitten meine Kunden einzubeziehen und ihnen nicht einfach meinen Geschmack aufzudrängen. In der Schillerwohnung haben wir beispielsweise einen Waschtisch gebaut, dessen Unterschrank wir mit den Kunden gemeinsam auf einem Flohmarkt entdeckt und erstanden haben.

Lego oder Die Sims – welche Skills aus Deiner Kindheit haben den Grundstein für Deine berufliche Laufbahn gelegt?

(lacht) LEGO! Ich habe mich tatsächlich schon als Kind für Architektur interessiert und später dann auch in Venedig und Valencia Architektur und Restaurierung studiert. In Padua habe ich zusätzlich ein Produktdesign-Studium abgeschlossen. Anschließend habe ich in Padua, Valencia, Sydney und in der Nähe von Phoenix (Arizona, USA) gearbeitet. Seit zehn Jahren lebe ich nun in Berlin. Hier habe ich zwei unglaublich begabte Tischler kennengelernt, die mir gezeigt haben, wie man Holzmöbel baut. Neben der Architektur ist das nun eine Art zweites Standbein für mich.

Wie sieht ein typischer Tag im Leben des Architekten Boris Pizzeghello aus?

Sehr chaotisch! Und abwechslungsreich! Jeder Tag ist anders … Ich lerne viele unterschiedliche Menschen mit ihren ganz individuellen Bedürfnissen kennen und erhalte Einblicke in ihre Lebens- beziehungsweise Arbeitsräume. Zusammen mit meinen Netzwerkpartnern von Handwerker Berlin setzen wir Projekte verschiedener Größenordnungen um. Da muss jedes Rädchen ins andere Greifen. Sich bei der Betreuung von Bauherren und bei der Planung von Sanierungsmaßnahmen und deren Umsetzung in andere Menschen hineinversetzen zu können – das macht meinen Beruf aus. Aber manchmal wünsche ich mir auch einen Arbeitstag, an dem ich ohne Termine allein im Büro bin. ;)

Und wenn Du nicht an der Hobelbank oder dem Skizzentisch stehst? Wo trifft man Dich in Deiner Freizeit?

Fernab vom Trubel der Großstadt – in unserem kleinen Haus am See, das wir vor ein paar Jahren gekauft haben. Dort sind wir mit unseren zwei Kindern so oft wie möglich.

Explodierende Miet- und Kaufpreise, Gentrifizierung und Stadtumbau – der Berliner Immobilienmarkt hat in den vergangenen Jahrzehnten einen krassen Wandel erlebt. Wie wird sich der Markt weiterentwickeln?

Berlin hat sich tatsächlich stark gewandelt und ist gerade für Großinvestoren, auch aus dem Ausland, immer attraktiver geworden. Klar, mit Blick auf Paris oder London waren die Immobilienpreise in Berlin recht moderat. Ich denke, dass sich der Trend der vergangenen Jahre weiter fortsetzen wird. Möglicherweise steigen die Immobilienpreise nicht mehr so rasant, aber sie werden steigen. Was ich mir wünsche, ist eine harmonische Symbiose von Alt- und Neubauten. Die historischen Altbauwohnungen machen einfach den Charme von Berlin aus und dürfen nicht verschwinden. Mit meiner Arbeit möchte ich dazu einen entscheidenden Beitrag leisten.

Herzlichen Dank, Boris, für das ausführliche und erfrischende Interview. Wir wünschen weiterhin bestes Gelingen dabei, triste Wohnungen in individuelle Altbauperlen zu verwandeln.


 

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